Postboten: Seit 8 Jahren vom Anfänger zu einer der TOP-Digitalagenturen der Ukraine.

Yaroslav Vedmid
Yaroslav Ved­mid ist der Leit­er und Grün­der der dig­i­tal­en Agen­tur Post­men. Die Agen­tur beschäftigt sich haupt­säch­lich mit der Ein­führung dig­i­taler Kom­mu­nika­tion, der Umset­zung kom­plex­er Mar­ketingauf­gaben und kreativ­er Strategien.

Über 8 Jahre – vom voll­ständi­gen Neul­ing zu ein­er der TOP-Agen­turen der Ukraine

Es ist das achte Jahr, in dem die Post­men Agen­tur tätig ist. Wir haben einen lan­gen Weg der Etablierung hin­ter uns, der ursprünglich mit einem Büro mit 2 Mitar­beit­ern begann und jet­zt ein Team von 60 Per­so­n­en umfasst. Darüber hin­aus arbeit­en wir mit vie­len Free­lancern und Ver­tragspart­nern zusam­men. Der Hauptwert unser­er Agen­tur ist Effizienz.

Was wir schätzen, ist die Verbindung zwis­chen Anstren­gun­gen und dem daraus resul­tieren­den Ergebnis.

Wann kam Ihnen der Gedanke, die Stun­den­satzvergü­tung einzuführen?

Das geschah im drit­ten Jahr unseres Beste­hens. Zu diesem Zeit­punkt bestand unser Team bere­its aus 20 Per­so­n­en. Ich habe viel Zeit als Finanz­man­ag­er verbracht.

Eine lange Zeit arbeit­eten wir nach dem Konzept der Schubladenein­heit“. Was bedeutet das? Es gibt ein Team, in dem der Eigen­tümer Teil davon ist und alle laufend­en Prozesse im Griff hat.
Wenn das Geld immer mehr wächst, läuft alles gut.

Als wir mehr Pro­jek­te, mehr Spezial­is­ten und Abteilun­gen erhiel­ten und die Man­ag­er Unab­hängigkeit gewan­nen, stellte sich her­aus, dass dieses Konzept nicht mehr funktionierte.


An diesem Punkt taucht­en mehrere Fra­gen auf:

  1. Wie bud­getieren wir unsere Dienstleistungen?
  2. Wie erfassen wir unsere Ausgaben?
  3. Wie haben wir die Kon­trolle über alles, was in der Agen­tur geschieht?
Solche Fra­gen scheinen ein­fach zu sein, wenn 5 oder 10 Per­so­n­en an Bord sind. Aber wenn das Team größer wird, ist das nicht mehr der Fall.

Wie haben Sie das Finanzbuch­hal­tungssys­tem in Ihrer Agen­tur geändert?

Tat­säch­lich geschah das zufäl­lig (wie viele gute Dinge zufäl­lig passieren). Eine mein­er Bekan­nten kam zu Besuch in mein Büro. Maria war zu diesem Zeit­punkt in Elternzeit. Sie hat ein MBA, eine finanzielle Aus­bil­dung und arbeit­ete als Investmentbankerin.

Sie erzählte, dass sie ein Finanzbuch­hal­tungssys­tem für eine Mut­terge­sellschaft eines kleinen Unternehmens erstellt hat­te und bemerk­te, dass sie Zeit und Inspi­ra­tion hat­te, auch für unsere Agen­tur ein besseres Konzept zu entwick­eln. Zu diesem Zeit­punkt funk­tion­ierte immer noch das Konzept der Schubladenein­heit“ in unserem Unternehmen.

Ich sagte: Okay, Masha, lass es uns gemein­sam machen“.
Das Erste, was Maria sagte, war: Wir führen Stun­den­zahlung ein, weil wir einen Dreh- und Angelpunkt zur Berech­nung der Kosten benötigen.

Bud­getierung sollte umfassend und trans­par­ent für Sie und Ihre Kun­den sein. Aber ein besseres Finanzsys­tem kann darum gebaut werden.”
Zunächst wurde die Stun­den­zahlung“ am Ende der Geschäftswoche fest­gelegt. Jeden Fre­itag füll­ten wir die Auf­schlüs­selung aus und gaben unsere Aktiv­itäten der Woche an.

Welchen Nutzen hat­ten wir davon?

  • Wir sahen, welche Kun­den Gewinne bracht­en und welche Ver­luste erlitten.
  • Wir sahen, welche Bere­iche und Dien­stleis­tun­gen prof­ita­bel waren und welche Ver­lust machten.
  • Wir began­nen, unser Geschäft zu trans­formieren. Wir stornierten ver­lust­brin­gende Kun­den und Bere­iche und began­nen, ver­trauensvoller und aktiv­er in den lukra­tiv­en Bere­ichen und Dien­stleis­tun­gen zu agieren.

Wir ver­standen: Zeitver­fol­gung funk­tion­iert. Dann stellte sich die Frage: Wie kön­nen wir Fehler reduzieren?“
Wir began­nen, eine Plat­tform auszuwählen, die bei der Lösung dieses Prob­lems helfen kön­nte. In dieser Entwick­lungsphase führten wir Google-Tabellen in unsere Arbeit ein. Eine Zeit lang schwank­ten wir zwis­chen Ressourcen, die bere­its in unser­er IT-Abteilung ver­wen­det wur­den. Das waren Jira und Asana.

Diese Plat­tfor­men hosteten unsere Weben­twick­lung. Aber die Plat­tfor­men waren weniger geeignet für den Rest der Abteilun­gen der Agentur.


Am Ende entsch­ieden wir uns für Work­sec­tion. Zu diesem Zeit­punkt war es noch weniger entwick­elt. Das war in den Jahren 2015 – 2016.


Wir sind tat­säch­lich zusam­men mit Work­sec­tion gewach­sen. Wir übertru­gen unsere Wün­sche bezüglich der Funk­tion­al­ität an das Team des Aufgabenmanagers.


Was änderte sich, als Work­sec­tion einge­führt wurde?

  • Das erste Ergeb­nis mit Work­sec­tion ist, die benötigte Zeit für bes­timmte Pro­jek­te zu verstehen.
70 – 80 % der Aus­gaben ent­fall­en auf die Gehäl­ter der Mitar­beit­er, und für uns ist es äußerst wichtig zu ver­ste­hen, wofür unsere Zeit ver­wen­det wird.
Die Kon­trolle dieses größten Teils ermöglicht es uns, die Effizienz der Zeit1 zu ver­ste­hen, die für die Bear­beitung von Pro­jek­ten und Auf­gaben ver­wen­det wird. Und auch, Dat­en zum gesamten Pro­jekt2 darzustellen. Dann kön­nen Sie den Zus­tand unser­er Geschäfte in einem bes­timmten Pro­jekt, ein­er Dien­stleis­tung oder einem Pro­dukt klar beschreiben.



  • Das zweite Ergeb­nis mit Work­sec­tion ist ein Dia­log mit den Kunden.
Kun­den sehen die Struk­tur der Pro­jek­te, die Kosten einzel­ner Arbeit­en, die Anzahl der Stun­den, die mit pro­jek­t­be­zo­ge­nen Arbeit­en ver­bracht wur­den, sowie die Stun­den­sätze für solche Arbeit­en. Ins­beson­dere sehen unsere Kun­den, ob 12 Arbeitsstun­den eines Spezial­is­ten wirk­lich für das Pro­jekt benötigt wer­den. Vielle­icht wer­den mehr oder weniger benötigt.



3 Timer hil­ft, die genaue Betrieb­szeit auf die Sekunde zu berechnen.

Basierend auf den Bericht­serk­lärun­gen kön­nen wir einige erhe­bliche oder ger­ingfügige Änderun­gen in den pro­jek­t­be­zo­ge­nen Aktiv­itäten mit unserem Kun­den absprechen.


Wie nutzen Sie den Zeit­track­er in Worksection?

Wir zählen die durch­schnit­tliche Anzahl von Stun­den für jeden Mitar­beit­er. Aber wir haben Abteilun­gen, für die es schwierig ist, eine stun­den­weise Abrech­nung vorzunehmen.



Zum Beispiel ist die Kreativabteilung eine solche. Wenn das Unternehmen ver­schiedene Abteilun­gen hat, kann man sich nicht nur auf einen Indika­tor ver­lassen, um die Effizienz Ihrer Arbeit zu messen. Die Kreativ- und IT-Abteilun­gen, zum Beispiel, haben ver­schiedene Vorstel­lun­gen von der Zeit, die für die Arbeit aufgewen­det wird.


Ver­wen­den Sie in Ihrer Agen­tur spez­i­fis­che Projektmanagementmethoden?

Unsere Webabteilung arbeit­et nach der SCRUM-Methode. Die Video­pro­duk­tion arbeit­et eben­falls in SCRUM. Im All­ge­meinen ist das Geschäftsmod­ell der Agen­tur mit ver­schiede­nen Kun­den ver­bun­den. Wir müssen uns mit ver­schiede­nen Kun­den auseinan­der­set­zen. Einige ver­wen­den SCRUM, andere nicht. Es gibt Kun­den, mit denen wir lange und sys­tem­a­tisch arbeit­en und SCRUM für unsere gemein­samen Pro­jek­te nutzen.



Wir kön­nen sehen, dass ein Pro­jekt auf der Seite des Kun­den fort­ge­set­zt wird und der Kunde den fort­ge­set­zten Teil auf unser­er Agen­tur­seite sieht. Wir wer­den tat­säch­lich zu einem einzi­gen System.

Haben Sie Ihre eigene interne Kul­tur zur Nutzung von Worksection?

Zu Beginn hat­ten wir nur ein Doku­ment, das all­ge­mein die Aktiv­itäten unseres Unternehmens beschrieb. Es enthielt alle inter­nen Infor­ma­tio­nen, die für unsere Mitar­beit­er notwendig sind. Jet­zt wurde alles in ein ein­heitlich­es Wiki-Sys­tem kon­so­li­diert, in dem sich jed­er Mitar­beit­er mit seinem Stel­lenbeschrieb ver­traut­machen kann. Die Arbeit auf Basis von Work­sec­tion ist der Haupt­teil der Schulung.
Wir haben eine Regel:
Wenn eine Auf­gabe nicht in Work­sec­tion vorhan­den ist, existiert sie nicht, was bedeutet, dass ein Mitar­beit­er diese Auf­gabe nicht aus­führen kann.

Haben Sie Ihre eigene Erfahrung mit der Nutzung von Worksection?

Ich nicht, noch nicht ( Anm.: lächel­nd). Während Inno­va­tio­nen einge­führt wer­den, ver­suchen wir, meine Rolle in der Agen­tur auf eine strate­gis­che zu reduzieren. Aber manch­mal bin ich ein aktiv­er Teil des Projekts.

Bis heute war Work­sec­tion eine per­sön­liche Her­aus­forderung für mich. Ich erkenne defin­i­tiv alle Vorteile des Aufgabenmanagers.
Das Einzige ist, dass es von mir Zeit erfordern wird, um Auf­gaben aufzuze­ich­nen und sie zu über­prüfen. Aber es wird meine Inter­ak­tion mit den Kol­le­gen verbessern.


Was hat Work­sec­tion noch an den Aktiv­itäten der Agen­tur geändert?

Work­sec­tion erle­ichtert es uns, erk­lären zu kön­nen, was wir für unseren Kun­den tun. Zum Beispiel, warum Pro­jekt A ein Bud­get von X hat, während Pro­jekt B das Bud­get Y hat.

Unser Ziel in eini­gen Jahren ist es, ein voll­ständig automa­tisiertes Sys­tem basierend auf Work­sec­tion zu haben:

  • Jed­er Mitar­beit­er sollte das Ergeb­nis und die Anstren­gun­gen sehen, die zur Erfül­lung des Pro­jek­ts aufge­bracht wur­den (Zeitver­brauch).
  • Jed­er Kunde sollte Bud­gets und Ergeb­nisse sehen, die sich aus der Zusam­me­nar­beit mit uns ergeben.
  • Wir soll­ten unsere Effizienz sehen.

Das ist unsere Vision der Automa­tisierung, die auf Work­sec­tion in 2 – 3 Jahren basiert. Lassen Sie uns das gemein­sam tun.

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