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Wie man Aufgaben richtig setzt: SMART, KLAR, SCHNELL und Kanban

Wir haben bere­its einen Artikel veröf­fentlicht, wie man SMART-Ziele set­zt. Aber das ist nicht der einzige Ansatz zur Zielset­zung: Ein Olymp­is­ch­er Meis­ter und das Mass­a­chu­setts Insti­tute of Tech­nol­o­gy bieten alter­na­tive Meth­o­d­en an. Daher werde ich alter­na­tive CLEAR- und FAST-Ziele besprechen und zeigen, wie man SMART-Ziele auf einem Kan­ban-Board setzt.

Wie man ein SMART-Ziel setzt

Ein SMART-Ziel erfüllt fünf Kriterien:

  • Speziell: was und warum die Auf­gabe erledigt wird, wer für die Aus­führung ver­ant­wortlich ist.

Schlecht­es Beispiel: ein Video drehen.

Gutes Beispiel: ein bis zu 30 Sekun­den langes Werbe-Stop-Motion-Video für TV und YouTube für AquaL­ife drehen.

  • Mess­bar: welche Metriken bes­tim­men den Erfolg der Aus­führung der Aufgabe?

Schlecht­es Beispiel: ein bis zu 30 Sekun­den langes Werbe-Stop-Motion-Video für TV und YouTube für AquaL­ife drehen, das mehr Verkäufe von Vin­tage-Uhren zu Neu­jahr generiert.

Gutes Beispiel: ein bis zu 30 Sekun­den langes Werbe-Stop-Motion-Video für TV und YouTube für AquaL­ife drehen, das min­destens 100 Verkäufe von Vin­tage-Uhren mit einem Neu­jahrs-Wer­be­code bringt.

  • Erre­ich­bar: wie viel Zeit und Geld müssen Sie für die Auf­gabe aufwen­den? Welche Fähigkeit­en sind erforderlich?

Schlecht­es Beispiel: einen Ver­trag mit Cameron für die Drehar­beit­en eines Werbe-Stop-Motion-Videos für AquaL­ife schließen.

Gutes Beispiel: einen Ver­trag mit ein­er Part­ner-Video­pro­duk­tions­fir­ma für die Drehar­beit­en eines Werbe-Stop-Motion-Videos für TV und YouTube abschließen.

  • Rel­e­vant: hil­ft die Auf­gabe, das Ziel des Unternehmens oder der Abteilung zu erreichen?

Schlecht­es Beispiel: den Insta­gram-Account von AquaL­ife starten, um Hal­lo Welt!” zu posten.

Gutes Beispiel: mod­u­lare Stände für Neu­jahrsmärk­te kaufen, um sich von den Wet­tbe­wer­bern abzuheben.

  • Ter­minge­bun­den: wann muss das Pro­jekt abgeschlossen sein? Wie viel Zeit wird die Auf­gabe in Anspruch nehmen?

Schlecht­es Beispiel: Vor­la­gen für die sozialen Medi­en unseres Unternehmens so schnell wie möglich entwickeln.

Gutes Beispiel: Vor­la­gen für das neue Jahr für die sozialen Medi­en unseres Unternehmens bis zum 15. Dezem­ber entwickeln.


SMART gilt nur für erre­ich­bare und mess­bare Ziele. Daher ist SMART nicht geeignet für:
zyk­lis­che Auf­gaben (tägliche Daten­sicherung auf dem Serv­er sicherstellen);
Auf­gaben, die prinzip­iell nicht abgeschlossen wer­den kön­nen (eine Fremd­sprache ler­nen). 

Alter­na­tive zu SMART-Zie­len: CLEAR und FAST

CLEAR

Adam Kreek, Autor von The Respon­si­bil­i­ty Eth­ic und Goldmedail­lengewin­ner bei den Olymp­is­chen Spie­len 2008, glaubt, dass SMART in der flex­i­blen Umge­bung, in der die meis­ten Unternehmen tätig sind, nicht funk­tion­iert. Daher schlägt Adam eine alter­na­tive Meth­ode — CLEAR-Ziele — vor, die fünf Kri­te­rien erfüllen.

  • Kol­lab­o­ra­tiv: inspiri­ert die Auf­gabe die Mitar­beit­er, gemein­sam auf ein gemein­sames Ergeb­nis hinzuar­beit­en und sich in Teams zu vereinen?

Schlecht­es Beispiel: ein fünfminütiges Video über die Verkauf­s­abteilung und ein­minütige Videos über andere Abteilun­gen drehen. Lassen Sie sie wis­sen, wer das Unternehmen leitet!

Gutes Beispiel: eine Rei­he von Unternehmensvideos drehen, damit die Abteilun­gen des Unternehmens voneinan­der wichtige Rollen erfahren.

  • Begren­zt: Eine Kom­bi­na­tion der Kri­te­rien Erre­ich­bar und Ter­minge­bun­den in SMART.
  • Emo­tion­al: hat die Auf­gabe das Poten­zial, die Mitar­beit­er zu entzün­den”? Wie inter­es­sant wird die Auf­gabe für die Mitar­beit­er sein?

Schlecht­es Beispiel: den Umsatz im Jan­u­ar um 10 % steigern.

Gutes Beispiel: bis 2020 in den amerikanis­chen Markt eintreten.

  • Anschaulich: Kann eine große Auf­gabe in kleinere Auf­gaben aufgeteilt werden?
Zunächst haben wir die Auf­gaben in Teilauf­gaben unterteilt. Zum Beispiel wird eine sep­a­rate Auf­gabe für die Visu­al­isierung des Objek­ts des Kun­den in 3D erstellt. Darin erstellen wir Teilauf­gaben für ver­schiedene Arbeit­en an der Visu­al­isierung. In der Teilauf­gabe haben wir eine Check­liste erstellt. Sie beschreibt die Phasen der Detailierung unser­er 3D-Struk­tur. Wir stre­ichen die abgeschlossene Phase ab.
Olek­san­dr Nikitin, CEO von TEBIN
  • Ver­feiner­bar: Kann die Auf­gabe im Laufe der Zeit oder mit neuen Infor­ma­tio­nen über die Ziele geän­dert werden?
Schlecht­es Beispiel: eine neue Serie von Spin­nern nach Neu­jahr einführen.
Gutes Beispiel: die Aus­rüs­tung für die Pro­duk­tion von Entwick­lungsspielzeu­gen für Kinder umstellen. Spin­ner sind nicht mehr im Trend!

FAST

Das Mass­a­chu­setts Insti­tute of Tech­nol­o­gy (MIT) entwick­elte eine Alter­na­tive zu SMART-Zie­len. Im Gegen­satz zu SMART und CLEAR erfüllt ein FAST-Ziel vier Kriterien:

  • Häu­fig besprochen
Die Auf­gabe muss ständig besprochen wer­den, um im Fokus zu bleiben. Das hil­ft, eine­Si­t­u­a­tion zu ver­mei­den, in der eine langfristige Auf­gabe in der Nacht vor der Frist erin­nert wird.

  • Ambi­tion­iert
Wenn die Auf­gabe zu ein­fach ist – wird sie den Aus­führen­den nicht dazu inspiri­eren, mehr zu erre­ichen. Wenn die Auf­gabe unre­al­is­tisch ist – kann dies zu Burnout und ständi­ger Prokrasti­na­tion bei ihrer Lösung führen. Spieledesign­er ste­hen ständig vor dem Ambi­tion­skri­teri­um, da sie die Aufmerk­samkeit und das Inter­esse der Spiel­er am Game­play aufrecht erhal­ten müssen.
Schlecht­es Beispiel: das Konzept eines neuen Vir­tu­al-Real­i­ty-Geräts in 3 Monat­en entwickeln.
Gutes Beispiel: die Pro­duk­tion­skosten für ein Vir­tu­al-Real­i­ty-Gerät zu senken, ohne die Mate­ri­alqual­ität und Mon­tage zu beeinträchtigen.

  • Speziell. Eine Analo­gie zum Speziell-Kri­teri­um in SMART.
SMART-Ziele entwerten Ambi­tion, konzen­tri­eren sich auf per­sön­liche Pro­duk­tiv­ität und ignori­eren die Wichtigkeit der Diskus­sion über Ziele während des gesamten Jahres.
MIT Sloan Man­age­ment Review
  • Trans­par­ent
Die Auf­gabe und das Ziel soll­ten für das gesamte Team sicht­bar sein, nicht nur für den Aus­führen­den. Das wird helfen, die Auf­gabe mit der Moti­va­tion der Team­mit­glieder zu verbinden.

Wenn nur der Inhalt der Auf­gabe sich ändert, ver­wen­den wir Vor­la­gen. Zum Beispiel ist die Auf­gabe, ein funk­tions­fähiges Mod­ell eines Objek­ts zu entwick­eln, in jedem unser­er architek­tonis­chen Design­pro­jek­te vorhan­den. Es gibt viele sich wieder­holende Auf­gaben nach Stufen.
Vic­to­ria Oskilko, Grün­derin und Lei­t­erin von Mono Architects

Wie man ein SMART-Ziel in Work­sec­tion setzt?

Erstellen Sie eine neue Auf­gabe im Projekt.
Jedes Ele­ment in der Auf­gabenkarte entspricht einem bes­timmten SMART-Kriterium.
  • Speziell
Schreiben Sie einen detail­lierten Titel für die Auf­gabe. Fügen Sie das Fäl­ligkeits­da­tum zum Titel hinzu, um die Nav­i­ga­tion zwis­chen den Auf­gaben zu erleichtern.
Schlecht­es Beispiel: neuer Text Über uns”
Gutes Beispiel: 22.04. Schreiben Sie neuen Text Über uns” für die aktu­al­isierte Website.
Schreiben Sie in die Check­liste die Teilauf­gaben, in die Sie die große Auf­gabe aufteilen wer­den. Wenn die Teilauf­gaben unter­schiedliche Fris­ten, Auf­trag­nehmer und Bud­gets haben, ist es bess­er, eine Gruppe sep­a­rater Auf­gaben in einem Pro­jekt zu erstellen.

Wählen Sie ver­ant­wortliche Per­so­n­en für die Aus­führung der Auf­gabe aus.

  • Mess­bar
Wählen Sie das Pri­or­ität­sniveau. In unserem Fall hat die Teilauf­gabe Bere­it­en Sie die Tes­tauf­gabe vor” eine höhere Pri­or­ität als Veröf­fentlichen Sie Beiträge auf Work​.ua und Best job for the best peo­ple’ über die Suche nach einem Texter.”
  • Erre­ich­bar
Bes­tim­men Sie, wie viel Zeit und Geld Sie für die Aus­führung der Auf­gabe aufwen­den werden.
  • Rel­e­vant
Ver­linken Sie die Auf­gabe mit dem Projekt.
  • Ter­minge­bun­den
Set­zen Sie Fris­ten: ein spez­i­fis­ches Abschluss­da­tum oder einen Zeitraum der Arbeitszeit.
Egal, welch­es Sys­tem zur Auf­gaben­stel­lung Sie wählen, es gibt Regeln, die helfen, die Aus­führung sicherzustellen. Wir haben sie in einem sep­a­rat­en Artikel zusam­menge­fasst und sie für die Arbeit mit Work­sec­tion angepasst.
Mate­ri­alien von Work­sec­tion, MIT Sloan Man­age­ment Review und The Inc. wur­den zur Erstel­lung des Artikels verwendet.

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